Coronavirus-Update Informationen für Unternehmen

Quelle: iximus/Pixabay

 

Die Corona-Pandemie stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Wir haben für Sie die wichtigsten Informationsstellen zu dem Thema zusammengestellt und werden die Informationen laufend aktualisieren:

 

 

BMBF: Bekanntmachung

Bekanntmachung der Regelung zur vorübergehenden Gewährung von Beihilfen im Geltungsbereich der Bundesrepublik Deutschland im Zusammenhang mit dem Ausbruch von COVID-19 („Bundesregelung Forschungs-, Entwicklungs- und Investitionsbeihilfen“), Bundesanzeiger vom 14.05.2020

Angesichts des Ausbruchs von COVID-19 hat die Europäische Kommission mitgeteilt, Beihilfen zur Behebung einer beträchtlichen Störung im Wirtschaftsleben eines Mitgliedstaats auf der Grundlage von Artikel 107 Absatz 3 Buchstabe b AEUV unter bestimmten Voraussetzungen als mit dem Binnenmarkt vereinbar anzusehen. Mehr lesen: https://www.bmbf.de

Achtung: Neue Betrugsmasche bei der NRW-Soforthilfe 2020

Neuer Betrugsversuch mit der NRW-Soforthilfe: Über eine gefälschte E-Mail-Adresse versuchen Kriminelle aktuell Daten von Soforthilfe-Empfängern abzufischen. Die mit Absender „Landesregierung Nordrhein-Westfalen“ getarnte Mail fordert dazu auf, persönliche Daten in ein vermeintliches Formular der Landesregierung zur Vorlage bei der Finanzverwaltung einzugeben und zurückzusenden. Ebenfalls angehängt ist eine angebliche Rechtsbelehrung, die unzutreffende Informationen zur Rückzahlung der NRW-Soforthilfe enthält. Ziel ist es, diese Zahlungen auf eigene Konten zu lenken. Vergleichbare Betrugsfälle werden auch aus anderen Bundesländern gemeldet.

In der Nachricht mit dem Betreff „Corona Zuschuss – Bestätigung und Belehrung“ werden die Empfänger aufgefordert, eine angebliche Bescheinigung für das Finanzamt auszufüllen. Darüber hinaus bitten die Betrüger in der sogenannten Rechtsbelehrung um eine Antwort, um Bankdaten für die Rückerstattung zu erhalten. Zielgruppe sind auch Unternehmen, die die NRW-Soforthilfe gar nicht beantragt oder erhalten haben.

Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Betrug zu Lasten von existenzbedrohten Kleinunternehmen, Freiberuflern und Soloselbstständigen ist in dieser Zeit besonders verwerflich. Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger im eigenen Interesse darum, nicht leichtfertig sensible Daten preiszugeben oder gar Überweisungen zu tätigen. Die Ermittlungen laufen bereits, die Betrüger müssen mit der ganzen Härte des Gesetzes zur Rechenschaft gezogen werden.“

Das Wirtschaftsministerium hat umgehend Innenministerium und Landeskriminalamt informiert und bittet Betroffene nicht auf die Mail zu reagieren. Absender ist die gefälschte E-Mail-Adresse corona-zuschuss@nrw.de.com. Offizielle Mailadressen der Landesregierung enden immer auf nrw.de.

In der Nachricht mit dem Betreff „Corona Zuschuss – Bestätigung und Belehrung“ werden die Empfänger aufgefordert, eine angebliche Bescheinigung für das Finanzamt auszufüllen. Darüber hinaus bitten die Betrüger in der sogenannten Rechtsbelehrung um eine Antwort, um Bankdaten für die Rückerstattung zu erhalten. Zielgruppe sind auch Unternehmen, die die NRW-Soforthilfe gar nicht beantragt oder erhalten haben. Quelle: https://www.wirtschaft.nrw (Stand: 04.05.2020)

Landesregierung richtet zentrale Kontaktstelle Lieferketten für Unternehmen ein 

Die zentrale Kontaktstelle Lieferketten arbeitet in engem Austausch mit den Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen – IHK NRW, der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen e.V. – unternehmer NRW und der Interessensvertretung des Handwerks in Nordrhein-Westfalen – Handwerk.NRW sowie mit den Landesministerien und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Betroffene Unternehmen können sich ab sofort an die zentrale Mailadresse lieferketten@mwide.nrw.de  wenden. 

https://www.wirtschaft.nrw/pressemitteilung/landesregierung-richtet-zentrale-kontaktstelle-lieferketten-fuer-unternehmen-ein

Bundesregierung beschließt weitergehenden KfW-Schnellkredit für den Mittelstand 

Unter der Voraussetzung, dass ein mittelständisches Unternehmen im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen hat, soll ein „Sofortkredit“ mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:

  • Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
  • Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu 3 Monatsumsätzen des Jahres 2019, maximal € 800.000 für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal € 500.000 für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
  • Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
  • Zinssatz in Höhe von aktuell 3% mit Laufzeit 10 Jahre.
  • Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
  • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.                                                                                                                                 

Der KfW-Schnellkredit kann nach Genehmigung durch die EU-Kommission starten.

Quelle: https://www.bmwi.de
(Stand: 06.04.2020)

 

Bund übernimmt Beratungskosten für KMU 

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert ab sofort Beratungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die von der Coronakrise betroffen sind. So stellen Sie den Antrag auf Förderung einer Unternehmensberatung:  https://fms.bafa.de/BafaFrame/unternehmensberatung

Merkblatt „Corona-betroffene“ KMU des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. 

NRW-Soforthilfe 2020

Um den Schaden für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen in Folge der Corona-Krise abzufedern, hat der Bund ein Soforthilfeprogramm Corona aufgelegt. Die Landesregierung hat beschlossen, das Angebot des Bundes 1:1 an die Zielgruppen weiterzureichen und dabei zusätzlich den Kreis der angesprochenen Unternehmen noch um die Gruppe der Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten zu erweitern. 

https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

Achtung: Neue Betrugsmasche bei der NRW-Soforthilfe 2020

Steuererleichterungen

Ein Antragsformular auf Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus finden Sie unter: https://www.finanzverwaltung.nrw.de

Insolvenzantragspflicht

Bundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zur vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzantragspflicht in der Corona-Krise. Quellen: https://www.bmjv.de

KfW Sonderprogramm 2020

Ab heute (Stand: 23.03.2020) gilt das KfW Sonderprogramm 2020. Anträge können ab sofort gestellt werden. Die Mittel für das KfW Sonderprogramm sind unbegrenzt. Es steht sowohl kleinen, mittelständischen Unternehmen wie auch Großunternehmen zur Verfügung. Die Kreditbedingungen werden nochmals verbessert. Weitere Informationen: Bundesministerium für Wirtschaft und EnergieKfW

Informationen zum
Coronavirus (COVID-19) und Versicherungsschutz

Eine Übersicht ob und wie Unternehmen gegen das Coronavirus und dessen Folgen versichert sind finden Sie hier. (Stand: März 2020)

Liquiditätssicherung

Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen den Unternehmen in Nordrhein-Westfalen verschiedene öffentliche Finanzierungsangebote zur Verfügung.
 
Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können durch die Bürgschaftsbank NRW (bis 1,5 Mio. Euro)  und das Landesbürgschaftsprogramm (ab 1,5 Mio. Euro, auch Großunternehmen) besichert werden. Auf den jeweiligen Internetseiten finden Sie weiterführende Informationen sowie Ansprechpartner.
 
Sollten Sie sich nicht sicher sein oder allgemeine Informationen benötigen, hilft Ihnen die landeseigene Förderbank NRW.BANK gerne weiter:

  • NRW.BANK-Service-Center: 0211 91741 4800

Die Förderberater der NRW.BANK informieren und beraten individuell und diskret über die Förderinstrumente des Landes. Wichtig ist, sich so früh wie möglich zu melden, um gezielt und rechtzeitig alle Möglichkeiten auszuloten.
 
Bei notwendigen Überbrückungsfinanzierungen sollte zudem zeitnah das Gespräch mit der Hausbank gesucht werden, denn die Vergabe von Bürgschaften, Haftungsfreistellungen und günstigen Krediten erfordert immer die Begleitung durch eine Hausbank.

Kurzarbeitergeld

Erleiden Firmen in Deutschland durch die Folgen von Corona Auftragsengpässe, ist dafür ein Ausgleich über Kurzarbeitergeld (KUG) möglich. 
Ein auf Grund oder in Folge des Corona-Virus und/oder der damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen eingetretener Arbeitsausfall beruht im Regelfall auf einem unabwendbaren Ereignis oder auf wirtschaftlichen Gründen im Sinne des Paragraphen 96 Abs. 1 Nr. 1 SGB III. Ein Ausgleich des Arbeitsausfalls mit Hilfe des konjunkturellen Kurzarbeitergeldes ist damit grundsätzlich möglich.
Wichtig ist, dass Betriebe und Unternehmen im Bedarfsfall bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit Kurzarbeit anzeigen.
Informationen Kurzarbeitergeld.

  • Servicehotline für Arbeitgeber:  0800 45555 20

Unterstützung für von Quarantäne betroffene Betriebe

Sollte wegen des Corona-Virus eine Quarantäne ausgesprochen werden, kann eine Entschädigung für betroffene Beschäftigte (Personalkosten) beantragt werden. Zuständig in Nordrhein-Westfalen sind der Landschaftsverband Rheinland (Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf) und der Landschaftsverband Westfalen Lippe (Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster). Insbesondere auf der Seite des Landschaftsverbandes Rheinland finden Sie umfangreiche Informationen zu Tätigkeitsverbot und Entschädigung.

Kontakt zum Landschaftsverband Rheinland
LVR-Servicenummer: 0221 809-5444

Kontakt zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Herr Tölle: 0251 591-8218
Frau Volks: 0251 591-8411
Herr Konopka: 0251 591-8136

Quelle: https://www.wirtschaft.nrw/coronavirus-informationen-ansprechpartner

Eine ausführliche Infoseite mit vielen Informationen stellt auch das Bundeswirtschaftsministerium zur Verfügung. Und: www.bmwi.de

Bei Fragen zu arbeitsrechtlichen Aspekten finden Sie Infos beim Bundesarbeitsministerium.

Wirtschaftsministerium NRWInformationen und Ansprechpartner für Unternehmen:
Das Wirtschaftsministerium hat ein Funktionspostfach für Anfragen von Unternehmen (z.B.  zu den Themen Liquiditätshilfen und steuerliche Maßnahmen) eingerichtet: coronavirus@mwide.nrw.de 
Gerne können Sie Ihre Fragen über diesen Kontakt direkt an das Wirtschaftsministerium stellen.
 

Informationen zum aktuellen Stand der Infektion und zu Verhaltensweisen in Zeiten von Corona finden Sie unter: www.rki.de

Home Office in Zeiten des Corona-Virus –Tipps für die kurzfristige Umsetzung (Quelle: https://blog.iao.fraunhofer.de/)