










Die Kunststoffindustrie in Nordrhein-Westfalen
Ob im Haushalt im Auto, im Wohnungsbau, in der Unterhaltungselektronik oder in der Medizin, überall finden Kunststoffe Verwendung. Kaum ein Wirtschaftszweig steht nicht in Verbindung zu diesem Werkstoff des 21. Jahrhunderts. Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Kunststoffen ist also enorm - sowohl für Deutschland als auch für Nordrhein-Westfalen.
Die Kunststoffbranche ist mit ihrem ausgeprägten Querschnittscharakter in Nordrhein-Westfalen Träger und Treiber von Innovationen auf den Gebieten Werkstoffe, Produktionsprozesse und Produkte für nahezu alle Lebensbereiche. Eine durchgängige Wertschöpfungskette von Kunststofferzeugern, - verarbeitern und - maschinenbauern, eine breite Wissenschafts-, Forschungs- und Dienstleistungslandschaft sowie ein breites Spektrum von Anwendern mit zum Teil nicht unerheblichen eigenen Kunststoff-Verarbeitungskapazitäten, die statistisch in anderen Branchen (z.B. Fahrzeug, Elektro, Möbel) erfasst werden, stehen für die Exzellenz der Branche. Rund 900 Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten aus der Kunststoffindustrie, Hunderte von kleinen Unternehmen, Maschinenbauer, Anwenderfirmen mit eigenen Verarbeitungskapazitäten, Handel sowie Verbände und Einrichtungen aus Wissenschaft und Bildung formen das Kunststoffcluster in NRW, das für insgesamt rund 3.000 Unternehmen und Organisationen mit deutlich über 100.000 Beschäftigten steht.
Zahlen zur Kunststofferzeugung und -verarbeitung
in Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten
Anzahl der Betriebe*: 941
NRW-Anteil an deutschen Betrieben: 21,6 %
Beschäftigte*: 110.709
NRW-Anteil an deutschen Beschäftigten: 24,2 %
Umsatz*: 25 Mrd. Eur
NRW-Anteil am deutschen Gesamtumsatz: 19,4 % darunter Auslandsumsatz: 45,4 %
Durchschnittlicher Bruttomonatsverdienst: 3263 Eur
Exporte**: 15,6 Mrd. Eur
NRW-Anteil an deutschen Exporten: 21 %
Importe**: 10,6 Mrd. Eur
NRW-Anteil an deutschen Importen: 20 %
* Die Angaben beziehen sich auf die Kunststofferzeugung und -verarbeitung von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten; sie basieren auf der neuen „Klassifikation der Wirtschaftszweige WZ 2008“, wodurch Vergleiche mit den Vorjahren nur bedingt möglich sind.
** Die Angaben beziehen sich auf die Außenhandelsstatistik Nordrhein-Westfalen.
Wichtigste Handelspartner Nordrhein-Westfalens in der Kunststoffindustrie:


Zentrale Einsatzgebiete von Kunststoffprodukten in Deutschland 2006:
Verpackung 33%
Bau 25,2 %
Fahrzeugindustrie 8,9 %
Elektro/Elektronik 7,1 %
Möbel 4,5 %
Haushalt 3 %
Landwirtschaft 2,5 %
Medizin 1,5 %
Sonstiges 14,3 %
(Quelle:PlasticsEurope)
Weltverbrauch von Kunststoff-Werkstoffen
Prognose 2006-2010:
Insgesamt wird mit einem Anstieg des Weltverbrauchs für Kunststoffe von 205 Mio. t (2006) auf 255 Mio. t (bis 2010) gerechnet.