Covestro startet erweiterte Folienproduktion - Neue Coextrusionsanlage am Standort Dormagen

Symbolische Inbetriebnahme der neuen Produktionsanlage in Dormagen (v. l.): NRW-Standortleiter Dr. Klaus Jaeger, Produktionsvorstand Dr. Klaus Schäfer, Nina Schmarander (Leiterin Specialty Films), Projektleiter Rene Ahlers und Thorsten Dreier (Leiter Produktion und Technik des Segments CAS). Foto: Covestro AG
  • Investition von rund 20 Millionen Euro
  • 15 neue Arbeitsplätze
  • Vielseitige Produktanwendungen

Nach eineinhalbjähriger Bauzeit nimmt Covestro am Standort Dormagen eine neue Produktionsanlage für hochwertige, mehrschichtige Flachfolien in Betrieb. In der Gesamtinvestition von rund 20 Millionen Euro ist auch die zugehörige Infrastruktur und Logistik enthalten. Die Folien kommen in Sicherheitskarten, im Autoinnenraum und medizintechnischen Geräten sowie in Displays zum Einsatz. Für den Betrieb der Coextrusionsanlage werden 15 neue Arbeitsplätze geschaffen.

„Mit der Investition bauen wir unser Foliengeschäft deutlich aus und stärken Dormagen als Kompetenzzentrum für hochwertige Folien“, sagte Dr. Klaus Schäfer, Vorstand für Produktion und Technik bei Covestro. „Mit dem Aufbau der neuen Folienproduktion haben wir die Reihe von Investitionen am Standort Dormagen fortgesetzt.“

Covestro hatte dort 2014 eine neue Großanlage für die Schaumstoff-Komponente TDI in Betrieb genommen. Im vergangenen Jahr wurde eine Pilotanlage eröffnet, in der erstmals Kohlenstoffdioxid (CO2) als Rohstoff für hochwertige Kunststoff-Vorprodukte verwendet wird und somit einen Teil des eingesetzten Erdöls ersetzt.

Wachsendes Foliengeschäft im Visier

Nina Schmarander, globale Leiterin des Geschäfts mit Spezialfolien bei Covestro, begrüßt die neue Anlage als Chance, Kundenwünsche künftig noch flexibler und schneller umsetzen zu können: „Damit erfüllen wir die steigende Nachfrage nach hochwertigen Flachfolien und richten uns noch stärker als bisher auf Markttrends aus. Zugleich erweitern wir unser Angebot an maßgeschneiderten Produkten, die Mehrwert entlang der Wertschöpfungsketten erzeugen.“ Covestro bietet ein vielseitiges Programm an Polycarbonat- und thermoplastischen Elastomerfolien für verschiedenste Anwendungen, außerdem ein Sortiment hochwertiger Spezialfolien. Die neue Anlage ist ein weiterer Entwicklungsschritt für den Mehrschichtaufbau von Folien. Er spielt zum Beispiel eine wichtige Rolle in Ausweisen, um Sicherheitsmerkmale einzubetten und bestmöglichen Schutz vor Fälschung zu gewährleisten.

Drei Kompetenzzentren steuern Entwicklungen

In dem auf Polycarbonat-Flachfolien spezialisierten Kompetenzzentrum in Dormagen sind die Produktion, ein Technikum für Folienverarbeitung, ein Showroom sowie zwei neu eingerichtete Forschungslaboratorien untergebracht. Die anderen beiden Zentren befinden sich in Leverkusen und Bomlitz und sind auf die Folienbeschichtung sowie auf thermoplastische Elastomerfolien ausgerichtet.

Über Covestro:

Mit einem Umsatz von 11,9 Milliarden Euro im Jahr 2016 gehört Covestro zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Bauwirtschaft, die Holzverarbeitungs- und Möbelindustrie sowie der Elektro-und Elektroniksektor. Hinzu kommen Bereiche wie Sport und Freizeit, Kosmetik, Gesundheit sowie die Chemieindustrie selbst. Covestro, vormals Bayer MaterialScience, produziert an 30 Standorten weltweit und beschäftigt per Ende 2016 rund 15.600 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen).
 
Quelle: Covestro AG, PM vom 03. Juli 2017